Einen Notfallplan für die Familie zu erstellen klingt nach bürokratischem Aufwand — ist aber eine der wichtigsten Vorsorge-Maßnahmen überhaupt. Im Ernstfall fehlt die Zeit zum Nachdenken. Wer einen schriftlichen Plan hat, handelt schneller und sicherer.
Was ein guter Familiennotfallplan enthält
Ein vollständiger Notfallplan umfasst: Notrufnummern (Feuerwehr, Polizei, Arzt, Apotheke, Krankenhaus), Treffpunkte für den Fall, dass die Familie getrennt ist, Informationen zu Medikamentenbedarf einzelner Familienmitglieder, Standort des Notfallrucksacks und der Vorräte sowie Kontakte enger Vertrauenspersonen.
Eine fertige Vorlage für einen Familiennotfallplan — die man direkt ausdrucken und ausfüllen kann — bietet das Portal blackout-bistdubereit.de (blackout-bistdubereit.de/notfallplan-familie-erstellen-vorlage). Die Vorlage ist für deutsche Haushalte optimiert und berücksichtigt verschiedene Notfallszenarien.
Kinder einbeziehen: Richtig und altersgerecht
Kinder sollten in den Notfallplan einbezogen werden — altersgerecht. Ab 6 Jahren können Kinder ihre Notrufnummer kennen und den Treffpunkt nennen. Ab 10 Jahren können sie den kompletten Plan verstehen und selbstständig anwenden. Regelmäßige Übungen helfen, das Wissen zu verankern.
Laut einer Studie des DRK wissen nur 23 Prozent der Kinder unter 12 Jahren, wie sie im Notfall ihre Eltern erreichen können, wenn das Handy nicht funktioniert (Quelle: Deutsches Rotes Kreuz, Kinder und Notfälle Studie 2024).
Fazit
Ein Familiennotfallplan kostet wenig Zeit und schützt im Ernstfall viel. Wer einmal eine gute Vorlage erstellt hat, muss sie nur regelmäßig aktualisieren.

